Das war der Kommentar meiner SoWi-Lehrerin heute…Es in den richtigen Kontext vom Unterricht einzuordnen, war ich bis jetzt nicht zu in der Lage. Dazu hätte ich wohl mal von den Kritzeleien auf dem Collegeblock ablassen müssen.

Trotzdem entwickelte sich dieser Gedanke in meinem Kopf weiter. Erste Anzeichen einer solchen Sprachänderung sind nun ja wirklich nicht mehr zu leugnen. Erst heute Morgen sausten mir Satzteile wie „Ey, chill ma alda“ oder „pass doch auf du honk“ am Ohr vorbei. Oh waren die Tage toll an denen Deutsch noch Deutsch war und man alles verstand was Andere von sich gaben. Ich hätte nie gedacht, dass ich das mal sagen würde. Ich, als eiserne (und leider nur noch aus Trotz) Verfechterin des Wortes „Einzigste“… Ja und heute Morgen musste ich mir dann erstmal von einem kleinen 11-jährigen Mädchen erklären lassen, was das Wort „honk“ denn eigentlich für eine Bedeutung hat. Das Resultat will ich hier lieber mal nicht erleutern.

Ich kann mich noch daran erinnern, als meine Oma letzte Woche sich am Kaffeetisch beschwerte, dass die deutsche Sprache „verdenglischt“ wird. Ja okay, viele Wörter werden aus Gründen der Coolness (wieder ein Englisches Wort) oder als Zeichen der Internationalisierung einfach so aus dem Englischen übernommen. Aber ist es nicht viel schlimmer, wenn man das, was man liest sich noch nicht mal aus irgendeiner anderen gängigen Fremdsprache (und Englisch kann doch im Normalfall jeder *denk* meine Mutter? *hust* okay ich reduziere auf jeder 2te) ableiten kann?

Genau! Also erklär mir mal Jemand, der nicht gerade 11 Jahre alt ist und in den Wettstreit „Wer erfindet die besten nonsense (jaja, wieder Englisch) Wörter verwickelt ist, was z.B. das Wort „honk“ nun bedeuten soll. Ich hätte da als erstes an einen sehr originellen, superschlauen kleinen Jungen gedacht, der seinen liebsten Zankfreund gleichzeitig liebevoll als Hund und als Affe (monkey) bezeichnen wollte und dabei das Wort „honk“ in die Welt gesetzt hat…

Aber nein es steckt doch wirklich ein tieferer Sinn hinter diesem Wort, man soll es kaum glauben. Nun erleutere ich es wohl doch einmal und gebe euch allen die Erleuchtung in der modernen Form der deutschen Sprache! honk = Hauptschüler Ohne Nennenswerte Kenntnisse. Somit kommen wir nun wohl alle zu der Erkenntnis: die moderne Form des Beleidigen begnügt sich nicht mehr mit der Vergabe von lustig klingenden Tiernamen…

Schade eigentlich, denn das Tiernamenerfinden hat zumindest in meiner Grundschulzeit weitverbreitet gehörig die Fantasie angeregt. Damals sind richtige kreative Köpfe geschaffen worden.

Die These meines Päda-Lehrers bestätigt sich damit dann wohl auch: „Die Jugend wird immer aggressiver“. Im Moment suchen wir im Unterricht noch angestrengt nach pädagogischen Lösungen für dieses Problem. Naja das „Wir“ lässt sich auch nochmal unterteilen in: Mädels und Jungs. Während wir Mädels gehörig mit dem Lehrer über Erziehungsmethoden disskutieren, vegetieren die Jungs lieber in der letzten Reihe vor sich hin und träumen von Katharina Salfrank (uns bekannt als die „Supernanny“), die für sie die pädagogische Denkarbeit erledigen…

Nun genug gehetzt über Sprache und Kinder/Jugend. Haltet die Öhrchen steif im neu entstandenen Vokabelwald! Und wenn euch wer blöd kommt, dann greift auf althergebrachte Nettigkeiten zurück: Lang lebe Esel, Affe, Ochse und Co.! Unmissverständlich, individuell mit hurmorvollen Beigeschmack, für bessere Laune im Ärger! ;)